Tobi Goretzki | 12.03.2026
Ich habe mich mit grünem Tee, so wie ich ihn kannte, eigentlich nie richtig anfreunden können.
Entweder war der Geschmack schwach und dafür nicht zu bitter, oder er war stark genug, wurde jedoch von der Bitterkeit überdeckt.
Mir schien, als würde man das eine nicht ohne das andere haben können.
Doch dieser Glaubenssatz sollte sich nach 25 Lebensjahren in einem japanischen Teehaus ändern…
Auf meiner Japan-Reise im Jahr 2023 besuchte ich Himeji.
Nachdem ich eine Weile das berühmte Schloss bestaunt hatte, begab ich mich in den Kōko-en-Garten.
Begeistert von der Harmonie und der Natürlichkeit dieses traditionellen Samurai-Gartens suchte ich ein Teehaus auf, um dort ein wenig zu rasten.
Beeindruckt von der Architektur bemerkte ich das Angebot: zeremoniell zubereiteter Matcha mit einer Wagashi-Süßigkeit.
Es fühlte sich wie das Natürlichste der Welt an, mich mit dieser Erfahrung noch tiefer auf diesen Ort einzulassen.
Nachdem mir alles serviert worden war, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, die Schale vor dem Trinken um 90° zu drehen und die Süßigkeit danach zu essen.
Der Matcha war wunderschön gleichmäßig aufgeschäumt und überzog fast schon cremig meine Geschmacksknospen.
Dann kam dieser einzigartige Eigengeschmack in einer Qualität, die ich so noch nie erlebt hatte.
Ich wartete fast schon erwartungsvoll auf den Stich der Bitterkeit, doch er blieb einfach aus.
Es war wie ein Aha-Moment: „So kann das also auch schmecken!“
Doch es war nicht nur der Geschmack allein, sondern die gesamte Erfahrung.
Der Garten, das Teehaus, der Matcha… Die Balance und Harmonie aus allem!
In diesem Moment wusste ich, was Matcha zumindest für mich bedeutet.
Jetzt weiterlesen
Wir nutzen Cookies, um dir die Nutzung zu erleichtern, unser Angebot zu verbessern und dir personalisierte Inhalte zu zeigen. Du entscheidest, welche Cookies du zulassen möchtest. Deine Auswahl kannst du jederzeit in den Einstellungen ändern. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.